Dienstag, 22. September 2026
Merck startet HIV-Initiative für ganzheitliche Versorgung
Merck & Co., in Deutschland und vielen weiteren Märkten als MSD bekannt, hat in den USA das mehrjährige Bildungsprogramm Your Hive of Whole Health vorgestellt. Die Initiative richtet sich an Menschen mit HIV und soll sie dabei unterstützen, individuelle Netzwerke für Versorgung und Alltag aufzubauen.
Der Start erfolgte im Rahmen der U.S. Conference on HIV/AIDS in Anaheim, Kalifornien. Die Veranstaltung fand vom 17. bis 20. September 2026 statt. An der Einführung beteiligt ist Debbie Allen, Schauspielerin, Regisseurin, Produzentin und langjährige HIV-Aktivistin.
Fokus auf Versorgung über Virusunterdrückung hinaus
Das Programm stellt körperliche, mentale, emotionale und soziale Aspekte der Gesundheit in den Mittelpunkt. Nach Angaben von Merck sollen Betroffene dabei unterstützt werden, ihr persönliches Unterstützungsumfeld bewusster zu gestalten. Dazu können Ärztinnen und Ärzte, Community-Organisationen, Angehörige, Peers und weitere Bezugspersonen zählen.
Merck verweist dabei besonders auf Menschen, die mit HIV älter werden und zusätzlich mit Begleiterkrankungen oder anderen Belastungen umgehen müssen. Die Initiative soll Community-Akteuren und Betroffenen Materialien und Orientierung bieten, um Rollen innerhalb eines solchen Versorgungsnetzwerks besser zu klären.
Debbie Allen unterstützt den Auftakt
Debbie Allen ist Teil des Kampagnenstarts und sollte bei einer Plenarsitzung der USCHA am 19. September auftreten. Die Sitzung war auf das Konferenzthema United and Unbreakable, the HIV Movement at 45 ausgerichtet und sollte Stimmen aus der HIV-Community sowie kulturelle Beiträge zusammenbringen.
Auch NMAC, eine US-amerikanische HIV-Organisation, ordnet den Ansatz in die breitere Diskussion um ganzheitliche Gesundheit ein. CEO Harold Phillips betonte laut Merck, dass Fortschritte in der HIV-Bekämpfung neben medizinischen Faktoren auch mentale, emotionale, verhaltensbezogene und soziale Einflussgrößen berücksichtigen müssten.
Teil von Mercks HIV-Engagement
Das Programm wurde nach Unternehmensangaben gemeinsam mit einem Beratungsgremium aus Community-Organisationen und Aktivistinnen und Aktivisten entwickelt. Conrod Kelly, HIV Business Unit Lead U.S. bei Merck, beschrieb die Initiative als Versuch, das HIV-Management breiter zu diskutieren, etwa mit Blick auf mentale Gesundheit, Begleiterkrankungen und soziale Einflussfaktoren.
Merck verweist im Zusammenhang mit der Initiative auf ein seit mehr als 40 Jahren bestehendes Engagement in der HIV-Forschung. Das Unternehmen entwickelt nach eigenen Angaben antivirale Optionen für Behandlung und Prävention.