Bild: Fresenius SE & Co. KGaA

Mittwoch, 28. Januar 2026

SAP und Fresenius schließen strategische Partnerschaft für eine souveräne, interoperable und KI-basierte digitale Gesundheitsplattform

SAP und Fresenius haben ihre Absicht bekannt gegeben, eine strategische Partnerschaft einzugehen. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Innovationen für eine leistungsfähige, digitale Gesundheitsversorgung zu beschleunigen und ein zukunftssicheres digitales Rückgrat für Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen zu schaffen.

Gemeinsam wollen die Partner eine souveräne, interoperable und KI-gestützte Gesundheitsplattform etablieren, die den sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglicht und zugleich höchste Anforderungen an Datenschutz, Datensicherheit und regulatorische Compliance erfüllt. Im Fokus steht ein offenes, integriertes und datenbasiertes Gesundheitsökosystem, das die Qualität, Transparenz und Effizienz entlang der gesamten Versorgungskette nachhaltig verbessert.

Digitale Souveränität als Schlüssel

Im Zentrum der Partnerschaft steht der Aufbau einer individuell skalierbaren Gesundheitsplattform. Auf Basis bewährter SAP-Technologien wie SAP Business Suite, SAP Business Data Cloud, SAP Business Technology Platform und SAP Business AI sollen vernetzte, datengetriebene Prozesse ermöglicht werden. Diese technologische Grundlage schafft eine einheitliche, regelkonforme und erweiterbare Umgebung für den sicheren Austausch von Gesundheitsdaten sowie den Betrieb von KI-Modellen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung moderner Krankenhausinformationssysteme gemäß der „AnyEMR“-Strategie. Durch offene Industriestandards wie HL7 FHIR soll die nahtlose Anbindung von KIS, elektronischen Patientenakten und weiteren medizinischen Anwendungen gewährleistet werden. Damit wird Interoperabilität zur tragenden Säule der digitalen Transformation im Gesundheitswesen.

Michael Sen, Vorstandsvorsitzender von Fresenius, betont: Die Partnerschaft ermögliche eine souveräne europäische Lösung, in der Daten und KI sicher, einfach und skalierbar im klinischen Alltag eingesetzt werden können – mit dem klaren Ziel, mehr Zeit für die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu schaffen.

Auch Christian Klein, CEO von SAP SE, sieht großes Potenzial: Die Kombination aus SAP-Technologie und der Gesundheitsexpertise von Fresenius schaffe neue Maßstäbe für Datenhoheit, Sicherheit und Innovation und ermögliche eine nachhaltige Verbesserung der Patientenversorgung.

Investitionen und Zusammenarbeit

Im Rahmen des gemeinsamen Transformationsprojekts planen SAP und Fresenius, mittelfristig einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag zu investieren. Die Zusammenarbeit umfasst neben technologischen Entwicklungen auch gemeinsame Investitionen in Start-ups und Scale-ups sowie abgestimmte Governance-Strukturen. Damit setzen beide Unternehmen ein starkes Signal für die Zukunft der digitalen Gesundheitsversorgung in Europa.