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Mittwoch, 20. Mai 2026

Vetter startet Bau für neuen Produktionsstandort in Saarlouis

Vetter hat in Saarlouis den Startschuss für den Aufbau eines neuen Produktionsstandorts gegeben. Mit einem symbolischen Spatenstich markierte der Pharmadienstleister den Beginn des ersten Bauabschnitts auf einem rund 40 Hektar großen Industrieareal.

Erster Bauabschnitt: Produktionsgebäude und begleitende Infrastruktur

Im Mittelpunkt der ersten Ausbaustufe steht ein Produktionsgebäude mit 50.000 Quadratmetern Fläche. Ergänzend sind produktionsnahe Einrichtungen wie Labore und Lager vorgesehen.

Geplant sind zunächst drei Reinräume für die aseptische Herstellung injizierbarer Arzneimittel. Zwei Reinräume sind für die Abfüllung vorsterilisierter Spritzen vorgesehen, ein weiterer für die Abfüllung von Vials.

Investitionsrahmen und Zeithorizont

Bis zur geplanten Inbetriebnahme im Jahr 2031 will Vetter nach eigenen Angaben knapp eine halbe Milliarde Euro in den Standort investieren. Das Projekt ist Teil der globalen Wachstums- und Investitionsinitiativen des Unternehmens.

Beschäftigungseffekte am Standort

Für den Aufbau des Standorts sind zunächst 400 bis 500 neue Arbeitsplätze angekündigt. Bis zur finalen Ausbaustufe des ersten Bauabschnitts rechnet Vetter mit bis zu 1.500 Stellen. Perspektivisch nennt das Unternehmen bis zu 2.000 mögliche Arbeitsplätze.

Stimmen aus Politik und Region

Beim Spatenstich waren neben Unternehmensvertretern auch Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik vor Ort, darunter die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Wirtschaftsminister Jürgen Barke, Landrat Patrik Lauer und Saarlouis’ Oberbürgermeister Marc Speicher.

Udo J. Vetter, Vorsitzender des Unternehmensbeirats und Mitglied der Inhaberfamilie, sieht in dem Projekt einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung des Familienunternehmens und den Ausbau von Kapazitäten für komplexe Medikamente.

Einordnung in die Standortstrategie von Vetter

Vetter ist auf die aseptische Herstellung injizierbarer Medikamente spezialisiert. Das Unternehmen investiert nach eigenen Angaben in Produktionsstandorte in Deutschland, Österreich und den USA, um Kapazitäten für wachsende Nachfrage auszubauen. Mit Saarlouis soll die Produktionsbasis nochmals deutlich erweitert werden.