Montag, 31. August 2026
Redcare Pharmacy plant CEO-Wechsel zu Peter Schmid von Linstow
Redcare Pharmacy bereitet einen Wechsel an der Spitze des Vorstands vor. Peter Schmid von Linstow soll Olaf Heinrich als CEO ablösen. Das Unternehmen beschreibt die Personalie als Teil einer geplanten Führungsübergabe.
Heinrich und der Aufsichtsrat seien zu der Einschätzung gekommen, dass nun ein geeigneter Zeitpunkt für die Übergabe sei. Heinrich soll Redcare Pharmacy demnach weiterhin beratend zur Verfügung stehen.
Übergabe nach Ausbau des Rx-Geschäfts
In der Amtszeit von Olaf Heinrich hat Redcare Pharmacy nach Unternehmensangaben seine Position im verschreibungspflichtigen Arzneimittelmarkt ausgebaut. Eine wichtige Rolle spielten dabei die Einführung des E-Rezepts in Deutschland sowie der Zugang zum Rx-Segment über CardLink.
Zudem verweist das Unternehmen auf Fortschritte im internationalen Geschäft. Der Bereich sei unter Heinrich auf Profitabilität skaliert worden. Nach anhaltendem zweistelligem Wachstum hatte Redcare Pharmacy im Juni die Prognose für das Gesamtjahr 2026 bei den zentralen Kennzahlen angehoben.
Der Aufsichtsrat sieht die Nachfolge als Schritt zur Fortführung der bestehenden Strategie. Die regulatorische Grundlage im deutschen Markt, insbesondere rund um E-Rezept und CardLink, soll nach Unternehmensdarstellung die Basis für weiteres Wachstum bei Umsatzvolumen, Margen und Ergebnis bilden.
Digitalplattform-Erfahrung für die nächste Wachstumsphase
Peter Schmid von Linstow gehört seit April 2026 dem Aufsichtsrat von Redcare Pharmacy an. Er bringt mehr als zwei Jahrzehnte Führungserfahrung aus digitalen Plattform- und Marktplatzunternehmen mit. Zu seinen Stationen zählen Visable, Parship, eBay und AutoScout24.
Das Unternehmen hebt vor allem seine Erfahrung im Skalieren von E-Commerce- und Plattformmodellen hervor. Dazu zählen unter anderem der Aufbau von Geschäftsmodellen rund um Reichweite, Händler- und Serviceangebote sowie die internationale Expansion digitaler Plattformen.
Michael Köhler, Vorsitzender des Aufsichtsrats von Redcare Pharmacy, dankte Heinrich für dessen Beitrag zur Entwicklung des Unternehmens. Zugleich bezeichnete er Schmid von Linstow als passenden Kandidaten für die nächste Wachstumsphase, insbesondere aufgrund seiner unternehmerischen Erfahrung und seiner operativen Führungspraxis in digitalen Geschäftsmodellen.
KI und digitale Versorgung rücken in den Fokus
Redcare Pharmacy verbindet den Führungswechsel mit dem Anspruch, die Position im deutschen E-Rezept-Markt weiter auszubauen und die europäische Präsenz zu stärken. Als zentrale Faktoren für die kommenden Jahre nennt das Unternehmen künstliche Intelligenz und die digitale Transformation der Gesundheitsversorgung.
Schmid von Linstow erklärte, er wolle auf der bestehenden Basis, der Technologieorientierung und der Kundenbeziehung von Redcare Pharmacy aufbauen. Künstliche Intelligenz sieht er nach Unternehmensangaben nicht nur als technologische Weiterentwicklung, sondern als grundlegenden Veränderungsfaktor für die Arzneimittelversorgung.