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Donnerstag, 6. August 2026

Johnson & Johnson führt MONARCH-Plattform im Nahen Osten ein

Johnson & Johnson hat die erste robotisch assistierte Bronchoskopie mit der MONARCH-Plattform im Nahen Osten gemeldet. Der Eingriff fand in der Cleveland Clinic Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt und markiert nach Unternehmensangaben den regionalen Start dieser Technologie.

Zugleich kam in der Region erstmals MONARCH QUEST klinisch zum Einsatz. Die Navigationslösung nutzt KI-gestützte Algorithmen, soll die Anwendung unterstützen und ist für die Einbindung verschiedener mobiler und stationärer fortgeschrittener Bildgebungssysteme ausgelegt.

Fokus auf frühere Diagnostik bei Lungenkrebs

Der Konzern positioniert die Plattform als Instrument für die minimalinvasive Abklärung verdächtiger Lungenknoten. Gerade periphere Läsionen können mit konventionellen Bronchoskopieverfahren schwer erreichbar sein. Johnson & Johnson verweist darauf, dass nahezu die Hälfte früher Läsionen in der Lungenperipherie liegt.

Für die Versorgung ist der Diagnosezeitpunkt entscheidend. Den im Unternehmensmaterial genannten Daten zufolge überleben bei einer frühen Diagnose von Lungenkrebs bis zu 90 Prozent der Betroffenen mindestens fünf Jahre. Bei später Diagnose kann die Fünf-Jahres-Überlebensrate unter 10 Prozent liegen.

KI-Navigation und digitale Einbindung

MONARCH QUEST erweitert die bestehende Plattform um eine verbesserte Navigation auf Basis intraprozeduraler 3D-Bilddaten. Die digitalen Funktionen reichen damit von der präoperativen Planung bis zur KI-gestützten Navigation während des Eingriffs.

Die MONARCH-Plattform soll zudem Teil des Polyphonic-Digitalökosystems von Johnson & Johnson werden. Dieses soll Daten aus chirurgischen Technologien, Robotik und chirurgischer Software miteinander verbinden.

Für die USA gibt Johnson & Johnson als Zweckbestimmung an, dass das MONARCH-Bronchoskop, die Plattform und Zubehörteile der bronchokopischen Visualisierung und dem Zugang zu Atemwegen für diagnostische und therapeutische Verfahren dienen. Zu möglichen Komplikationen einer Bronchoskopie zählen unter anderem Atembeschwerden, Infektionen, Blutungen an der Biopsiestelle, niedriger Blutsauerstoff sowie in schweren Fällen ein kollabierter Lungenflügel, Atemversagen oder Herzrhythmusstörungen.