Dienstag, 16. Juni 2026
Johnson & Johnson investiert über 1 Milliarde Dollar in Vision-Standort Jacksonville
Johnson & Johnson will mehr als 1 Milliarde US-Dollar in seinen Standort in Jacksonville, Florida, investieren. Der Konzern stärkt damit seine US-Kapazitäten in der Augenheilkunde, insbesondere für die Herstellung, Verpackung und Distribution von ACUVUE-Kontaktlinsen.
Nach Unternehmensangaben umfasst das Vorhaben neue Technologien für Produktion und Verpackung sowie ein neues Distributionszentrum. Der Ausbau soll die Lieferkette robuster machen und die Nachfrage nach Kontaktlinsen der Marke ACUVUE bedienen. Johnson & Johnson verweist in diesem Zusammenhang auf mehr als 40 Millionen Patientinnen und Patienten weltweit, die mit den Vision-Produkten erreicht werden.
Neues Distributionszentrum soll 2028 voll betriebsbereit sein
Der Bau der neuen Anlage hat nach Angaben des Unternehmens bereits begonnen. Ziel ist es, den Betrieb im Jahr 2028 vollständig aufzunehmen. Die Investition ist Teil eines größeren Programms: Johnson & Johnson hatte zuvor angekündigt, bis Anfang 2029 insgesamt 55 Milliarden US-Dollar in den USA in Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie Technologie zu investieren.
In Jacksonville beschäftigt Johnson & Johnson rund 3.500 Mitarbeitende. Der Konzern sieht den Ausbau auch als Beitrag zur regionalen Wirtschaft. Für Florida beziffert das Unternehmen seinen jährlichen wirtschaftlichen Effekt auf rund 6 Milliarden US-Dollar.
Standort mit langer Rolle im Vision-Geschäft
Johnson & Johnson ist seit 1981 in Jacksonville präsent. Der Standort umfasst heute mehr als 1,5 Millionen Quadratfuß an Flächen für Produktion, Forschung, Distribution und operative Aktivitäten. Nach Unternehmensangaben werden jährlich mehr als 1,7 Milliarden ACUVUE-Kontaktlinsen für Patientinnen und Patienten in den USA hergestellt.
Mit der Investition setzt der Konzern auf einen weiteren Ausbau der US-basierten Fertigung in einem Segment, das sowohl medizintechnische Produktionskompetenz als auch belastbare Logistikstrukturen erfordert. Für die Pharma- und Medtech-Branche ist die Ankündigung ein weiteres Beispiel dafür, wie große Gesundheitsunternehmen ihre Lieferketten stärker regional absichern.