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Freitag, 6. Februar 2026

Novartis Deutschland und Ambulantes Herzzentrum Kassel entwickeln standardisierten Behandlungspfad für nachhaltiges Lipidmanagement

Novartis Deutschland und das Ambulante Herzzentrum Kassel (AHZ) haben eine Partnerschaft zur Weiterentwicklung der ambulanten Versorgung von Herzpatientinnen geschlossen. Im Zentrum steht ein neues Versorgungskonzept für das Lipidmanagement, das gezielt Patientinnen nach einer kathetergestützten Behandlung verengter Herzkranzgefäße (perkutane Koronarintervention, PCI) adressiert.

Kern des Konzepts ist ein standardisierter ambulanter Behandlungspfad zur systematischen Überwachung und Senkung erhöhter Blutfettwerte. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem LDL-Cholesterin (LDL-C), das als zentraler Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt. Durch strukturierte Abläufe soll die Nachsorge vereinheitlicht und die Patientensicherheit langfristig verbessert werden.

Derzeit wird das Lipidmanagement in der ambulanten Versorgung sehr unterschiedlich umgesetzt – abhängig von Klinik, Region oder individueller Praxis. Eine klar definierte, strukturierte Nachsorge bietet jedoch erhebliches Optimierungspotenzial. Regelmäßige Screenings und die konsequente Kontrolle individuell festgelegter LDL-C-Zielwerte können entscheidend dazu beitragen, Therapieerfolge zu sichern und Rückfälle zu vermeiden.

Um bestehende Versorgungslücken zu schließen, entwickeln das AHZ und Novartis Deutschland gemeinsam ein praxisnahes, ambulantes Versorgungskonzept. In einer Pilotphase sollen rund 600 Patient:innen nach einem einheitlichen Behandlungsprotokoll betreut werden. Dieses umfasst die Festlegung individueller LDL-C-Zielwerte, die bedarfsgerechte Anpassung der Therapie sowie regelmäßige Kontrolltermine – unterstützt durch telemedizinische Elemente.

Der Behandlungspfad wird während der gesamten Projektlaufzeit kontinuierlich evaluiert und weiterentwickelt. Ziel ist es, innerhalb von zwölf Monaten 90 % der teilnehmenden Patient:innen zuverlässig zu ihren individuellen LDL-C-Zielwerten zu führen und damit die Qualität der ambulanten Nachsorge messbar zu verbessern.

„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor Todesursache Nummer eins. Rund 80 % der Fälle lassen sich auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückführen – ein zentraler davon ist ein zu hoher LDL-Cholesterinwert“, erklärt PD Dr. med. Christoph Jensen, Ärztliche Leitung des Ambulanten Herzzentrums Kassel. „Unser standardisierter Behandlungspfad soll Patient:innen dabei unterstützen, erhöhte Blutfettwerte nachhaltig zu senken und die Versorgung nach einem klaren, verlässlichen Schema zu verbessern.“

Auch Novartis Deutschland sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt hin zu innovativen Versorgungsstrukturen. „Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit Partnern neue Modelle zu entwickeln, die sich nahtlos in den Behandlungsalltag integrieren lassen“, sagt Nicolas X. Weber, Head Innovation & Activation bei Novartis Deutschland. „Dabei verstehen wir uns als Mitgestalter eines strukturellen Wandels im Gesundheitswesen – mit dem klaren Ziel, die Versorgungsqualität für Patient*innen nachhaltig zu erhöhen.“

Die Partnerschaft ergänzt bestehende Kooperationsprojekte von Novartis Deutschland mit Akteurinnen aus Versorgung und Wissenschaft. Im Fokus stehen integrierte Versorgungskonzepte, die Patient:innen entlang des gesamten Behandlungspfads – von der Diagnose über die Therapie bis zur Nachsorge – individuell begleiten und evidenzbasierte Therapieentscheidungen unterstützen.