Donnerstag, 8. Oktober 2026

FUNKEs Familienmarke ELTERN arbeitet künftig als Medienpartnerin mit der Initiative Gesunde Bildung zusammen. Die Kooperation soll gesichertes Wissen zu Körper, Sexualität, Gesundheit und Prävention stärker in Familien bringen und zugleich die Aufklärungsarbeit an Schulen sichtbarer machen.

Die Partnerschaft wurde am 6. Oktober in Hamburg und Essen bekanntgegeben. Für die Gesundheitskommunikation ist sie vor allem deshalb relevant, weil sie redaktionelle Reichweite mit einem Präventionsangebot verbindet, das Kinder, Jugendliche und Eltern adressiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie verlässliche Informationen junge Zielgruppen und ihre Familien erreichen, während viele Antworten heute über YouTube und soziale Netzwerke gesucht werden.

Gesundheitswissen für Familien und Schulen

ELTERN will die Themen der Initiative über zielgruppengerechte Beiträge und Interviews aufgreifen. Dabei geht es um Orientierung für Eltern, die ihre Kinder bei sensiblen gesundheitlichen und körperbezogenen Fragen begleiten wollen. Nach Angaben der Beteiligten soll die Medienpartnerschaft außerdem dazu beitragen, das Engagement der Initiative Gesunde Bildung bei Schulen und potenziellen Unterstützern bekannter zu machen.

Claudia Weingärtner, Chefredakteurin von ELTERN, verweist auf die wachsende Bedeutung früher Aufklärung. Kinder kämen heute bereits in jungen Jahren mit komplexen Fragen rund um Körper und Sexualität in Kontakt. Eltern bräuchten deshalb fundierte Informationen, um im Familienalltag offen und sicher reagieren zu können.

Angela Hemme, Geschäftsführerin der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung und strategische Beraterin der Initiative Gesunde Bildung, sieht in der Kooperation eine Möglichkeit, Gesundheitsbildung dort zu stärken, wo sie besonders wirksam sein könne: bei Kindern, Jugendlichen und im Elternhaus. Die redaktionelle Begleitung durch ELTERN soll Reichweite und Aufmerksamkeit für die Arbeit der Initiative schaffen.

ÄGGF erreicht jährlich mehr als 100.000 Schüler

Die Initiative Gesunde Bildung wurde 2025 gegründet. Sie setzt sich dafür ein, Gesundheitsbildung an Schulen auszubauen und gesundheitliche Chancengleichheit zu fördern. Dazu unterstützt sie die gemeinnützige Ärztliche Gesellschaft zur Gesundheitsförderung, kurz ÄGGF.

Die Ärztinnen und Ärzte der ÄGGF bieten Workshops zu Körperwissen, Gesundheit und Prävention an. Nach Angaben der Organisation erreichen diese Angebote jährlich mehr als 100.000 Schülerinnen und Schüler. Die Workshops finden bundesweit von der vierten Klasse bis zur Berufsschule statt und sind für Schulen kostenfrei.

Finanziert werden die Angebote unter anderem über Partnerschaften mit Unternehmen. Wirtschaftlicher Träger der Initiative ist die GaBe GmbH, die Verwaltungsgesellschaft der ÄGGF. Die inhaltliche Gestaltung und Durchführung der ÄGGF-Angebote soll davon unabhängig bleiben.

Auszeichnung mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz

Am selben Tag wie die Bekanntgabe der Medienpartnerschaft wurde die Arbeit der ÄGGF mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgezeichnet. Julia Becker, Verlegerin und Aufsichtsratsvorsitzende der FUNKE Mediengruppe, ist Schirmherrin des Preises.

Becker betonte im Zusammenhang mit der Kooperation, dass Kinder früh verlässliches Wissen über ihren Körper, ihre Gesundheit und persönliche Grenzen erhalten sollten. FUNKE wolle seine Reichweite nutzen, um fundierte Gesundheitsbildung sichtbarer zu machen.

ELTERN baut Markenökosystem aus

ELTERN erscheint seit Oktober 1966 und begleitet Familien durch Schwangerschaft, Geburt und verschiedene Phasen des Aufwachsens. Im Jahr des 60. Geburtstags umfasst die Marke neben dem Monatsmagazin und Sonderheften auch eltern.de, die Urbia Community, vorname.com, den Podcast ELTERNgespräch, Newsletter, Apps, Social-Media-Angebote und die ELTERN Akademie mit Online-Kursen.

Für Pharma- und Healthcare-Marketing zeigt die Kooperation, wie Medienmarken, gemeinnützige Akteure und unterstützende Unternehmen Präventionsthemen in familiennahen Kanälen platzieren können. Entscheidend bleibt dabei eine klare Trennung zwischen Finanzierung, Reichweite und unabhängiger fachlicher Umsetzung.

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