Bild: Servier Deutschland GmbH

Montag, 1. Dezember 2025

Servier Deutschland launcht Informationsplattform „Leben mit Gliom“ für Menschen mit niedriggradigen, IDH-mutierten Gliomen

Die Diagnose eines Glioms stellt Betroffene und Angehörige vor weitreichende emotionale und medizinische Herausforderungen. Als Reaktion auf diesen hohen Informations- und Unterstützungsbedarf hat Servier Deutschland die neue Website „Leben mit Gliom“ veröffentlicht – eine digitale Anlaufstelle, die verlässliches, wissenschaftlich fundiertes Wissen laienverständlich aufbereitet und Betroffene entlang ihres gesamten Krankheitsweges begleitet.

Gliome zählen zu den seltenen Tumoren des zentralen Nervensystems. Besonders bei niedriggradigen, IDH-mutierten Gliomen besteht häufig ein hoher Orientierungsbedarf: Welche Untersuchungen sind notwendig? Welche Rolle spielt die molekulare Diagnostik? Und welche Therapieoptionen stehen zur Verfügung? Die neue Plattform beantwortet diese Fragen strukturiert und erfüllt damit eine bislang bestehende Lücke im deutschsprachigen Informationsangebot.

Die Entwicklung der Seite erfolgte in Co-Creation mit einer Patientenorganisation sowie unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Martin Glas (Neuroonkologie, St. Marien Hospital Lünen). Sein Schwerpunkt: die Bedeutung der molekularen Tumorcharakterisierung. Besonders der IDH-Status sowie eine mögliche 1p/19q-Kodeletion sind heute entscheidend für die Wahl der Therapie und die Einschätzung der Prognose. „Leben mit Gliom“ erklärt diesen diagnostischen Schritt praxisnah und zeigt, wie die Ergebnisse den individuellen Behandlungsplan beeinflussen.

Inhalte und Struktur der Website

Basiswissen:
Die Plattform vermittelt, was Gliome sind, welche Symptome auftreten können und wie bildgebende Verfahren wie MRT, CT oder PET zur Diagnosestellung beitragen. Verständliche Illustrationen schaffen Orientierung schon ab dem ersten Arztgespräch.

Diagnose und Klassifikation:
Die WHO-Klassifikation 2021 für diffuse Gliome wird detailliert erläutert. Besonderes Augenmerk liegt auf der Bedeutung molekularer Marker wie IDH und 1p/19q für Therapieentscheidungen.

Therapieoptionen:
Die Seite stellt alle relevanten Behandlungswege vor – von „Watch & Wait“ über Strahlen- und Chemotherapie bis hin zu zielgerichteten Ansätzen bei IDH-Mutationen. TTFields, vor allem bei Glioblastomen eingesetzt, werden ebenfalls erklärt.

Interdisziplinäres Team:
Der Ansatz der modernen Neuroonkologie wird sichtbar: Neurochirurgie, Onkologie, Psychoonkologie, Physiotherapie und weitere Disziplinen arbeiten in Tumorboards eng zusammen, um personalisierte Therapieempfehlungen abzuleiten.

Nachsorge und Prognose:
Die Plattform zeigt, wie Verlaufskontrollen, Reha-Maßnahmen und langfristige Betreuung helfen, Lebenszeit bei möglichst hoher Lebensqualität zu sichern.

Leben mit Gliom:
Alltagsthemen wie Ernährung, Bewegung, berufliche Fragen, Familienplanung oder Urlaub werden praxisnah und verständlich behandelt.

Service & Downloads:
Checklisten, Fragenkataloge für Arzttermine, Hinweise zur Zweitmeinung, ein Glossar sowie Ansprechpartner wie DKFZ und Deutsche Krebshilfe machen das Angebot vollständig.

Daniela Luber, Medical Advisor/Patient Engagement bei Servier Deutschland, erklärt das Ziel der Plattform: „Nach einer Hirntumor-Diagnose prasseln viele Informationen auf Patientinnen und Patienten ein. Mit ‚Leben mit Gliom‘ möchten wir verlässliche Orientierung und praktische Unterstützung bieten.“