
BfArM
Montag, 2. November 2026
Dr. Stefanie Weber übernimmt zum 1. November 2026 das Amt der Vizepräsidentin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. Sie folgt auf Prof. Dr. Werner Knöss, der regulär in den Ruhestand geht.
Das BfArM stellt die Personalie in den Zusammenhang mit seinem Ausbau von Aufgaben rund um Digitalisierung, Gesundheitsdaten und regulatorische Weiterentwicklung. Für Unternehmen im Pharma- und Gesundheitsmarkt sind diese Themen relevant, weil Datenstandards, Register und interoperable Strukturen zunehmend beeinflussen, wie Versorgung, Forschung, Arzneimittelsicherheit und Regulierung praktisch organisiert werden.
Schwerpunkt auf Datenstrukturen und Interoperabilität
Weber leitete zuletzt im BfArM die Abteilung „Kodiersysteme und Register“. Dort verantwortete sie Arbeiten zu semantischer Interoperabilität, medizinischen Terminologien und Klassifikationen sowie zur europäischen Zusammenarbeit bei Gesundheitsdaten. Zu den Projekten in ihrem Verantwortungsbereich zählte auch das Organspende-Register.
Nach Angaben des Instituts gehören zu den zentralen Aufgaben des BfArM unter anderem die Umsetzung des Europäischen Gesundheitsdatenraums, der Ausbau interoperabler Datenstrukturen und die Nutzung datenbasierter Methoden für Forschung, Versorgung und Arzneimittelsicherheit. BfArM-Präsident Prof. Dr. Karl Broich verwies in der Mitteilung des Instituts auf Webers wissenschaftliche und regulatorische Erfahrung.
Für die Branche bleibt damit vor allem die Schnittstelle zwischen klassischer Behördenarbeit und digitaler Dateninfrastruktur im Blick. Einheitliche Begriffe, Klassifikationen und Register sind keine reinen IT-Fragen, sondern Grundlagen für belastbare Kommunikation zwischen Behörden, Versorgung, Forschung und Industrie.

