
© Daiichi Sankyo Deutschland GmbH
Mittwoch, 4. November 2026
Dr. Jens Tuischer ist seit dem 1. November Geschäftsführer der Daiichi Sankyo Deutschland GmbH. Der bisherige Leiter des deutschen Onkologiegeschäfts folgt auf Benoit Creveau, der die deutsche Organisation nach mehr als vier Jahren an der Spitze verlässt.
Der Wechsel ist für den deutschen Pharmamarkt vor allem mit Blick auf zwei Bereiche relevant: Daiichi Sankyo stellt in Deutschland die Geschäftsfelder Onkologie sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen in den Mittelpunkt. Hinzu kommt der Ausbau des Produktions- und Entwicklungsstandorts Pfaffenhofen an der Ilm.
Erfahrung in Onkologie und internationalem Geschäft
Tuischer kennt das Unternehmen aus nationalen und internationalen Führungsfunktionen. Vor seiner jüngsten Rolle in Deutschland verantwortete er als Vice President das kommerzielle Onkologiegeschäft von Daiichi Sankyo in Europa und Kanada. In diesem Zusammenhang war er mit Portfoliostrategie und Vermarktung von Krebstherapien in mehreren Märkten befasst.
Der neue Geschäftsführer bringt zudem einen medizinischen Hintergrund mit. Er studierte Humanmedizin in Heidelberg und Berlin und arbeitete zu Beginn seiner Laufbahn als Arzt an der Charité, Universitätsmedizin Berlin. Nach Stationen in der Unternehmensberatung wechselte er in die pharmazeutische Industrie.
Ergänzend zu seiner medizinischen Ausbildung absolvierte Tuischer einen Masterstudiengang in International Healthcare Management, Economics and Policy an der SDA Bocconi School of Management in Mailand sowie das Advanced Management Program an der University of Chicago Booth School of Business.
Pfaffenhofen bleibt Teil der Standortagenda
Als Geschäftsführer verantwortet Tuischer die strategische Weiterentwicklung der deutschen Organisation. Daiichi Sankyo nennt dabei die Bereiche Onkologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die Positionierung als forschendes Pharmaunternehmen als zentrale Schwerpunkte.
Eine besondere Rolle spielt der Standort Pfaffenhofen an der Ilm. Dort plant Daiichi Sankyo bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro in zusätzliche Kapazitäten und neue Technologien. Der Ausbau betrifft insbesondere die Herstellung von Krebstherapien auf Basis von Antikörper-Wirkstoff-Konjugaten, kurz ADCs.
Für Commercial-, Kommunikations- und Market-Access-Teams ist die Personalie damit auch ein Signal, wie eng Management, Portfolioentwicklung und Standortkommunikation bei forschenden Pharmaunternehmen inzwischen zusammenlaufen.
Creveau hatte Daiichi Sankyo Deutschland durch eine Phase organisatorischer und strategischer Veränderungen geführt. Das Unternehmen dankte ihm für seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des Deutschlandgeschäfts.

