Montag, 1. Dezember 2025
COPD in Deutschland: Warum frühe Diagnosen entscheidend sind und welche Maßnahmen Politik, Medizin und Industrie jetzt voranbringen müssen
COPD ist eine der weltweit häufigsten und zugleich unterschätzten Atemwegserkrankungen, die laut Schätzungen rund sieben Millionen Menschen in Deutschland betrifft – oftmals, ohne dass sie eine Diagnose erhalten haben. Die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) rückt daher zum diesjährigen Welt-COPD-Tag am 19. November unter dem Motto „Short of Breath, Think COPD“ die Bedeutung früher Abklärung in den Fokus. Auch AstraZeneca setzt sich intensiv für verbesserte Versorgungsstrukturen ein.
Unspezifische Symptome erschweren die frühe Diagnose
Zwischen dem Auftreten erster Beschwerden und einer klaren COPD-Diagnose können Jahre liegen. Zu den typischen AHA-Leitsymptomen zählen Atemnot, Husten und Auswurf. Diese Beschwerden sind in frühen Krankheitsstadien eher mild und werden daher häufig verharmlost. Ursache ist eine chronische Entzündung der Atemwege, die langfristig zu einer deutlichen Verengung führt.
Atemnot kann jedoch zahlreiche Ursachen haben, darunter Asthma, Lungenhochdruck oder kardiale Erkrankungen. Insbesondere die Abgrenzung von Asthma und COPD stellt in der klinischen Praxis oft eine Herausforderung dar. Ein Hinweis auf COPD ist bei Personen über 40 Jahren die Kombination aus Atemnot – zunächst vor allem bei Belastung –, Engegefühl in der Brust und pfeifenden Atemgeräuschen. Weitere mögliche Anzeichen sind Fatigue, Gewichtsverlust, Abnahme von Muskelmasse oder Appetitlosigkeit. Die Diagnose erfolgt per ärztlicher Einschätzung, Risikoprofil und Spirometrie.
COPD kann jeden treffen
Ein verbreitetes Missverständnis lautet, COPD sei ausschließlich eine Folge des Rauchens. Zwar zählt Tabakkonsum zu den zentralen Risikofaktoren, doch haben bis zu 30 Prozent der Betroffenen nie geraucht. Umweltfaktoren wie Feinstaub oder chemische Schadstoffe, klimabedingte Einflüsse, genetische Prädispositionen oder Frühgeburten können die Erkrankung ebenfalls begünstigen.
Diese Wissenslücken wirken sich nach Einschätzung von gesundheitspolitischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern negativ auf die Versorgung aus. Fehlende öffentliche Sensibilisierung führt dazu, dass politische Maßnahmen zur Verbesserung der Situation von COPD-Betroffenen nicht ausreichend unterstützt werden. Dabei ist Handlungsbedarf dringend: Rund 40 Prozent der Erkrankten reduzieren ihre Arbeitszeit oder geben ihren Beruf auf, und COPD zählt weltweit zu den drei häufigsten Todesursachen.
Für moderne, leitliniengerechte Therapie
AstraZeneca engagiert sich strukturell und inhaltlich für eine bessere COPD-Versorgung. Das Unternehmen ist Partner der internationalen Kampagne „Speak Up for COPD“ sowie Gründungsmitglied des „Jahrzehnts der Lunge“. Beide Initiativen setzen sich für höhere politische Priorität, bessere Diagnosepfade und eine angemessene Versorgung ein.
Eine leitlinienkonforme Therapie verfolgt drei Hauptziele: optimale Symptomkontrolle, Vermeidung von Exazerbationen und Senkung der Sterblichkeit. Regelmäßige Kontrollen und eine dynamisch angepasste Therapie sind entscheidend, da COPD bis heute nicht heilbar ist. AstraZeneca setzt sich daher dafür ein, dass jede Patientin und jeder Patient Zugang zu der bestmöglich geeigneten Behandlung erhält.