Image: Daiichi Sankyo

Mittwoch, 6. Mai 2026

Daiichi Sankyo zeichnet Patientenprojekte mit O-Mamori Award 2026 aus

Daiichi Sankyo hat am 24. April in Berlin den O-Mamori Award 2026 verliehen. Ausgezeichnet wurden Projekte von Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen aus Kardiologie und Onkologie. Eine unabhängige Jury vergab Preisgelder in Höhe von insgesamt 30.000 Euro an acht Initiativen.

Der Award ist nach japanischen O-Mamori benannt, kleinen Glücksbringern, die für Schutz und Zuversicht stehen. Ziel ist es, Engagement von Patientengruppen sichtbarer zu machen und Projekte zu unterstützen, die Betroffene und Angehörige im Versorgungsalltag entlasten.

Preisträger in der Kardiologie

In der Kategorie Kardiologie gingen zwei Platzierungen an Projekte, die Familien in belastenden Situationen begleiten und Orientierung im Alltag mit einer Herzerkrankung geben.

  • 1. Platz: „Cuddling Creatures“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderherzen e. V. Das Projekt unterstützt herzkranke Neugeborene und ihre Familien während Intensivaufenthalten, unter anderem mit Kuscheltieren, die Duft und Stimme der Eltern aufnehmen können.
  • 2. Platz: „Defi-Telefon“ des Vereins „HERZ IN TAKT Defi-Liga“. Das Angebot bietet telefonische Unterstützung für Menschen mit implantiertem Defibrillator und deren Angehörige, getragen von ehrenamtlichen Ansprechpartner:innen.

Sonderpreise: digitale Ansätze und strukturierte Schulung

Zusätzlich vergab die Jury Sonderpreise an Projekte, die auf innovative Formate oder besondere Qualität in der Patienteninformation setzen.

  • Sonderpreis „Innovative und kreative Patientenunterstützung“: Lern-App „Krümel-Helden“, entwickelt von der Initiative Krümelkiste gemeinsam mit dem Bundesverband Williams-Beuren-Syndrom. Die Anwendung soll Sozialkompetenzen von Menschen mit seltenen genetischen Erkrankungen stärken.
  • Sonderpreis „Exzellenz in Patientenaufklärung und Alltagssupport“: „Reha auf Ziel“ des Landesverbands Sachsen für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Fokus steht ein strukturiertes, digital unterstütztes Schulungsprogramm zum Lipidmanagement in der Rehabilitation, unter anderem nach Herzinfarkt.

Preisträger in der Onkologie

In der Kategorie Onkologie wurden Projekte prämiert, die Familien in komplexen Lebenslagen entlasten und psychosoziale Unterstützung organisieren.

  • 1. Platz: Verein „Pro Mater Sano“. Das Angebot richtet sich an krebskranke Schwangere sowie Mütter mit Babys oder Kleinkindern und umfasst psychosoziale Beratung sowie Unterstützung bei organisatorischen und familiären Herausforderungen.
  • 2. Platz: „Auszeit vom Krebs“ der Saarländischen Krebsgesellschaft. Das Projekt bietet Entlastungsangebote für Kinder krebskranker Eltern, unter anderem durch regelmäßige gemeinsame Aktivitäten.

Ganzheitliche Unterstützung und Publikumspreis

  • Sonderpreis „Ganzheitliche Unterstützung von Patienten und ihren Angehörigen“: „Sonneninsel Seekirchen“, ein psychosoziales Nachsorgezentrum für Familien mit krebskranken Kindern, das multiprofessionell arbeitet.
  • Publikumspreis: Pro Mater Sano, gewählt in geheimer Abstimmung der Teilnehmenden.

55 Einreichungen aus Deutschland und Österreich

Insgesamt wurden 55 Projekte aus Deutschland und Österreich eingereicht. Im Rahmen einer Posterausstellung stellten die Bewerber:innen ihre Initiativen vor und kamen mit Jury-Mitgliedern und Gästen ins Gespräch. In den Jury-Stimmen wurde hervorgehoben, dass viele Projekte dort ansetzen, wo medizinische Versorgung im Alltag an Grenzen stößt, etwa in Nachsorge, Familienunterstützung und psychosozialer Begleitung.