Bild: HanseMerkur Holding SE

Mittwoch, 28. Januar 2026

Deutschland kann gesund – und will mehr: Warum ein Schulfach „Gesundheit“ zum Schlüssel für ein langes, selbstbestimmtes Leben werden könnte

Zum Jahresbeginn wächst bei vielen Menschen der Wunsch, mehr für die eigene Gesundheit zu tun – und die Bereitschaft dazu ist größer denn je. Eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der HanseMerkur Krankenversicherung zeigt: 75 Prozent der Menschen in Deutschland sind überzeugt, dass Gesundheit kein Selbstläufer ist, sondern aktives Handeln erfordert. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) achtet bereits bewusst auf das eigene Wohlbefinden, sieht jedoch weiteres Verbesserungspotenzial. Weitere 21 Prozent waren bislang noch nicht aktiv, sind aber motiviert, dies zu ändern.

Diese Zahlen verdeutlichen: Der Wille, Verantwortung für ein langes, gesundes und selbstbestimmtes Leben zu übernehmen, ist in der Bevölkerung fest verankert – und verleiht dem Thema Prävention neuen Rückenwind.

Wissen als Schlüssel zu mehr Gesundheit

Doch Motivation allein reicht nicht aus. Wer aktiv etwas für seine Gesundheit tun will, braucht fundiertes Wissen. Aktuell fühlt sich jedoch nur etwa jeder Zweite (51 Prozent) ausreichend informiert, um eigenverantwortlich gesund zu leben. Zudem unterschätzen viele den Einfluss des eigenen Lebensstils: Nur 49 Prozent der Befragten glauben, dass Ernährung, Bewegung und Verhalten stärker auf die Lebenserwartung wirken als genetische Faktoren – obwohl wissenschaftliche Erkenntnisse genau das belegen.

Kein Wunder also, dass sich 71 Prozent der Befragten ein eigenständiges Schulfach „Gesundheit“ wünschen, das bereits früh Kompetenzen zu Prävention, mentaler Stärke und einem gesunden Lebensstil vermittelt.

„Unsere Umfrage zeigt deutlich: Deutschland will gesund und weiß, dass es dafür aktiv werden muss“, sagt Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur. „Gesundheit ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe – und zugleich eine Investition in Lebensqualität und Langlebigkeit.“

Gesund bleiben – für sich und für andere

Die Beweggründe für einen gesunden Lebensstil sind überwiegend langfristig geprägt. 52 Prozent der Befragten möchten gesund alt werden – ein Kerngedanke des Longevity-Ansatzes. 41 Prozent geben an, auf ihre Gesundheit zu achten, weil sie unmittelbar spüren, dass es ihnen guttut. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) möchte vor allem für Familie und Freunde vital, belastbar und leistungsfähig bleiben.

Gesunde Routinen sind etabliert – doch Hürden bleiben

Im Alltag setzen viele Menschen bereits auf gesundheitsfördernde Gewohnheiten. Nichtrauchen (62 Prozent), ausreichend Schlaf (55 Prozent), regelmäßige Bewegung (54 Prozent) und ausgewogene Ernährung (50 Prozent) stehen ganz oben auf der Liste. Auffällig sind dabei geschlechtsspezifische Unterschiede: Frauen nutzen häufiger Angebote zur mentalen Gesundheit und Vorsorgeuntersuchungen, während Männer stärker auf ausreichenden Schlaf achten.

Die wichtigste Motivation für gesundes Verhalten kommt dabei aus dem persönlichen Umfeld: Familie, Freunde oder Partner sind für 47 Prozent der Befragten die zentralen Impulsgeber – deutlich vor Ärzten oder medizinischem Fachpersonal.

Trotz des hohen Bewusstseins bestehen weiterhin Hemmnisse: Fehlende Motivation (23 Prozent), Zeitmangel (20 Prozent) und finanzielle Gründe (16 Prozent) zählen zu den größten Barrieren. Umso klarer wird: Gesundheitskompetenz muss einfacher zugänglich, verständlicher und frühzeitig vermittelt werden.