Bild: coliquio GmbH

ARI-Studie 2025: So verändert die digitale Mediennutzung den Informationsalltag von Ärztinnen und Ärzten

Die ARI-Studie 2025 der führenden Ärztenetzwerke coliquio, DocCheck und esanum liefert neue Erkenntnisse über das Informationsverhalten von Ärztinnen und Ärzten in Deutschland. Über 1.300 Teilnehmende aus zwölf Fachgebieten zeigen deutlich: Digitale Medien und KI-gestützte Tools sind längst ein fester Bestandteil des Berufsalltags.

Digitale Kanäle gewinnen weiter an Bedeutung

Schon heute entfallen 62 % der beruflichen Mediennutzung auf digitale Quellen – Tendenz steigend. Die Befragten erwarten, dass dieser Anteil in den nächsten drei Jahren auf 72 % anwächst. Besonders jüngere Ärztinnen und Ärzte setzen stark auf digitale Kanäle, wobei Online-Fortbildungen und Ärztecommunities zu den Favoriten gehören.

Vielfalt digitaler Informationsquellen

Unter den beliebtesten digitalen Kanälen liegen Online-Fortbildungen (81 %), Ärztecommunities (67 %), E-Mail-Newsletter (64 %) und Online-Kongresse (52 %) vorne. Gleichzeitig verliert die klassische Papierform an Gewicht, bleibt aber bei Fachzeitschriften mit 86 % Nutzung noch immer hochrelevant.

KI-gestützte Chatbots: Der Aufsteiger des Jahres

Ein bemerkenswertes Ergebnis ist der rasante Aufstieg von KI-Tools. Bereits jede:r Vierte nutzt KI-gestützte Chatbots zur Recherche oder Unterstützung im Praxisalltag. Bei Ärztinnen und Ärzten unter 40 Jahren gehören diese Tools inzwischen zu den Top-5 der genutzten Informationsquellen.

Formate im Wandel: Kurz, visuell, digital

Die Studie zeigt auch klare Formatpräferenzen: Kurztexte, Infografiken und visuelle Lerninhalte sind gefragt. Für praxisnahe Themen bevorzugen 74 % kompakte Inhalte, während wissenschaftliche Inhalte meist über Fortbildungen oder Kurztexte vermittelt werden.

Analoge Medien behalten ihre Rolle

Trotz der digitalen Dominanz bleibt der persönliche Austausch mit Kolleg:innen eine der wichtigsten Informationsquellen (78 %). Fachzeitschriften in Print und Kongresse spielen weiterhin eine Rolle, auch wenn ihre Relevanz leicht rückläufig ist.

Fazit: Strategien für die digitale Ärzteschaft

Die Ergebnisse der ARI-Studie sind ein klarer Auftrag: Wer Ärztinnen und Ärzte künftig erreichen will, muss digitale Kanäle, flexible Formate und KI-gestützte Lösungen in den Mittelpunkt seiner Kommunikationsstrategien stellen. Ärztenetzwerke bilden dabei eine zentrale Schnittstelle, da sie Fachwissen, Fortbildung und kollegialen Austausch bündeln.